Alle nutzen mittlerweile KI, um Texte zu erstellen. In kurzer Zeit lassen sich Social Posts, Webseitentexte oder Newsletter generieren. Auf den ersten Blick wirkt das überzeugend: Die Texte sind sauber, strukturiert und sprachlich korrekt.
Aber die KI-Texte funktionieren nicht, weil sie meist nicht sichtbar und spürbar sind. Sichtbar im Sinne von Reichweite und spürbar in der Wirkung.
KI löst das Schreiben, aber nicht das Denken
KI kann sehr gut formulieren, Inhalte strukturieren und Texte erzeugen, die „richtig“ wirken. Aber das Schreiben war nie der Engpass. Eng wird es im Schritt davor: Was gesagt wird, wie es gedacht ist und warum es überhaupt relevant sein sollte, entscheidet über die Wirkung. Und das kann KI nicht.
Warum viele KI-Texte sich gleich anfühlen
Legt man mehrere KI-generierte Texte nebeneinander, fällt schnell auf, dass der Aufbau ähnlich ist, die Formulierungen einheitlich und der Stil nahezu gleichbleibend. Das liegt aber nicht daran, dass KI „schlecht“ ist, sondern daran, dass sie das wahrscheinlichste Muster erzeugt. Das Muster, was statistisch am meisten Sinn ergibt. Jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem, warum KI-Texte nicht so funktionieren, wie viele es sich wünschen: Kommunikation funktioniert nicht über den Durchschnitt.
Korrekte Texte, die trotzdem nichts auslösen
Offensichtliche Fehler in KI-Texten sind selten. Oft sind die künstlich generierten Texte logisch, verständlich und formal sauber. Beim Leser passiert aber gar nichts, Gedanken bleiben nicht hängen, Perspektiven bleiben steif.
Von entstehenden Impulsen oder Inspiration kann gar nicht mehr die Rede sein. Das liegt eben daran, dass KI-Texte zwar informieren, aber keine Bedeutung erzeugen.
Bedeutung entsteht nicht im Text selbst
Häufig wird übersehen, dass Wirkung nicht durch den Text allein entsteht, sondern durch das, was beim Leser passiert. Hat ein Text keine Verbindung zur Realität des Lesers, bleibt er neutral. Neutrale Inhalte werden schnell vergessen.
Studien wie das Edelman Trust Barometer (2023) zeigen, dass Nutzer Inhalte primär danach bewerten, ob sie für ihre eigene Situation relevant sind und nicht danach, wie gut sie geschrieben sind.
Der Unterschied entsteht vor dem Schreiben
Wenn man Wirkung erreichen will, muss man sich darüber bewusst sein, dass der wichtigste Teil eines überzeugenden Textes nicht in ihm selbst entsteht, sondern schon davor. Dinge wie:
- eine klare Perspektive
- eine konkrete Beobachtung
- ein echter Gedanke
- ein relevanter Einstiegspunkt
Fehlt diese Grundlage, kann auch ein perfekt formulierter KI-Text keine Wirkung erzeugen. Das bedeutet aber nicht, dass KI ungeeignet ist – im Gegenteil. KI ist extrem effizient, wenn die Richtung klar ist, beispielsweise beim Ausarbeiten von Strukturen, beim sprachlichen Schärfen von Gedanken oder schnellen Ausformulieren. Die eigentliche Arbeit ersetzt sie aber keinesfalls.
Fazit
KI verändert, wie Texte entstehen. Das wichtigste ist zu verstehen, dass sie nicht verändert, warum Texte wirken.
Wenn du KI für Texte nutzt und merkst, dass sie zwar gut aussehen, aber wenig auslösen, lohnt sich ein Blick auf die Grundlage, denn bei KI-Texte bestehen diese einfachen Zusammenhänge nicht zwingen. Eine neue Perspektive auf das Fundament der Texte lohnt sich, weil sich dort entscheidet, ob ein Text funktioniert oder existiert.
Übrigens, bieten wir zu genau diesem Thema eine Weiterbildung an: Wie schreibt man effizient KI-Texte? Spreche uns dafür gerne an oder kontaktiere uns über das Kontaktformular.
FAQ
Sind KI-Texte grundsätzlich schlechter?
Nein. Aber ohne klare inhaltliche Grundlage bleiben sie oft austauschbar.
Warum klingen viele KI-Texte ähnlich?
Weil sie auf typischen Mustern basieren und selten eine eigene Perspektive haben.
Kann man mit KI gute Texte für Marketing schreiben?
Ja, wenn die inhaltliche Richtung klar ist und nicht von der KI übernommen wird.
Was ist der wichtigste Faktor für funktionierende Texte?
Relevanz. Nicht die Formulierung, sondern der Gedanke dahinter.

